|
Alan Iverson und nicht Dirk Nowitzki als Vorbild Anfang 1997 begann Christian Brenneke beim TuS Jahn Lindhorst mit dem Basketball. Vorher hatte er schon einige Erfahrungen mit dem roten Ball als Streetballer gesammelt – war also kein absoluter Anfänger mehr. In der C-Jugend des TuS spielte er zusammen mit Andreas Herber, Sebastian Glänzer, Dominik Cwik, Lennart Marx, Rudi Forstner sowie Marcus Bugdol und gewann bis zur A-Jugend mehrere Bezirksmeisterschaften. In Lindhorst bezeichnete man diese Mannschaft später als die „Goldene Generation“. Fast alle Spieler schafften den Sprung in die erste Herrenmannschaft und mit ihr im Jahr 2003 den Aufstieg in die Oberliga.
 Christian Brenneke kam zum Basketball, weil er vom damaligen Boom angesteckt wurde. Vorher spielte er im Alter von sieben bis zwölf Jahre Tennis, suchte aber damals schon nach einer Mannschaftssportart und fand sie schließlich im Basketball. „Die Athletik, die Schnelligkeit und die Vielseitigkeit dieser Sportart sprach mich an, mehr als Fußball, den viele meiner Freunde spielten.“ Vorbilder waren Shaquille O`Neil oder später Alan Iverson aus der NBA.
Basketball war die richtige Sportart für ihn. Brenneke avancierte zum Führungsspieler und wurde von den Aktiven im TuS nicht weniger als sechsmal zum „Basketballer des Jahres“ gewählt. In der Oberliga wurde er zweimal bester Korbschütze und ebenfalls zweimal bester Dreipunktwerfer der Liga. Leider blieb er nicht von Verletzungen verschont. Wegen eines Kreuzbandrisses musste Brenneke ein Jahr mit dem Basketball aussetzen und zuletzt laborierte er an einer Achillessehnenreizung, die ihm erneut eine längere Pause bescherte. Als Brenneke in Lemgo studierte, spielte er noch ein ganzes Jahr weiter in der Lindhorster Oberligamannschaft, entschloss sich aber dann doch nach langem Überlegen, besonders wegen der langen Fahrzeiten den TuS zu verlassen. Beim TV Lemgo war er dann ganz schnell der Spieler, der den Verein in die Oberliga führte und mit ihm dort auf Anhieb den 3. Platz erreichte. Der logische Wechsel zum Regionalligisten TSV Bielefeld scheiterte dann an seiner Achillessehnenblessur. Nach Ausheilung dieser Verletzung spielt er jetzt wieder in Lindhorst. Da er aber inzwischen sein Studium abgeschlossen hat und im weit entfernten Melle beruflich gebunden ist, ist auch da ein Ende absehbar. „Auf Dauer kann man so eine Belastung mit den weiten Fahrten kaum leisten“, weiß Brenneke. Einer der Höhepunkte in seinem Basketballleben war die Deutsche Meisterschaft im Streetball im Jahr 2009. Als Sieger in mehreren Qualifikationsturnieren qualifizierte er sich mit seiner Mannschaft für die Endrunde. In Münster holte man sich dann den Titel vor höher eingeschätzten Mannschaften aus Hamburg, Berlin oder Köln. Dieser Titel gab die Berechtigung für die Teilnahme an den „Moskau Open“ im Jahr 2010, der offenen russischen Meisterschaft, so etwas wie eine inoffizielle Weltmeisterschaft. Sechs Mannschaften aus den USA, Spanien, Litauen, Lettland und natürlich Russland waren am Start. Das Aus für den Deutschen Meister kam im Achtelfinale gegen den späteren Finalisten Lettland. „Der letzte Dreier verließ meine Hand den Bruchteil einer Sekunde zu spät, sonst wären wir der Sieger gewesen, aber es war schon eine großartige Sache, dabei gewesen zu sein“, blickt Brenneke zurück.
|